{"id":1274,"date":"2002-10-07T18:29:15","date_gmt":"2002-10-07T16:29:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anglergemeinschaft-gd.de\/?p=1274"},"modified":"2014-06-12T17:29:43","modified_gmt":"2014-06-12T15:29:43","slug":"2002-angeln-in-stuermischer-ostsee-vor-ruegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anglergemeinschaft-gd.de\/?p=1274","title":{"rendered":"2002 Angeln in st\u00fcrmischer Ostsee vor R\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<h5>Hochseeangeln vom 02. bis 06. Oktober 2002<\/h5>\n<p>Die Anglergemeinschaft veranstaltete unter Federf\u00fchrung von Albert Loder Anfang Oktober ein Hochseeangeln vor der Ostseeinsel R\u00fcgen. Auftakt f\u00fcr vier erlebnisreiche Tage war f\u00fcr 33 Petrij\u00fcnger und G\u00e4ste die n\u00e4chtliche Reise in einem Bus der Luxusklasse nach Gustow auf R\u00fcgen.<!--more--><\/p>\n<p>Nachdem am fr\u00fchen Morgen die Zimmer in einer modernen Ferienwohnanlage bezogen waren, gingen die Angler in den Kubitzer- und Stralsunder Bodden bei warmem, ruhigem Herbstwetter auf Hecht, Zander und Plattfisch. Die stillen Wasser der Ostseebuchten lagen in weichem Licht der Herbstsonne und luden dazu ein, die Seele baumeln zu lassen. Der Fang war bescheiden, aber den Mainfranken schmeckte das Abendessen nach dem erholsamen Tag an der frischen Seeluft besonders gut.<\/p>\n<h6><strong>Angeln in Luv und Lee bei rauer See<\/strong><\/h6>\n<p>Der Hafen von Sa\u00dfnitz war am zweiten Tag Ausgangsort f\u00fcr die erste recht raue Seefahrt bei strahlendem Sonnenschein und steifer Brise mit dem Motorkutter \u201eKalinin\u201c entlang der Stubbenkammer mit ihren ber\u00fchmten wei\u00dfen Kreidefelsen, vorbei am K\u00f6nigstuhl bis hinauf vor Kap Arkona, der Steilk\u00fcste bei Putgarten, hoch im Norden der Ostseeinsel.<\/p>\n<p>Mit der Schiffssirene signalisierte der Kapit\u00e4n den erwartungsvoll angespannten Anglern, dass er mit dem Echolot einen Fischschwarm ausgemacht hatte. Die Pilker der Leeangler (mit dem Wind im R\u00fccken) tauchten nach weiten W\u00fcrfen fast gleichzeitig in die aufgew\u00fchlte See. Die Angler hofften auf stattliche Beute. Doch die wichtigste Tugend eines passionierten Anglers ist die Geduld!<\/p>\n<p>Beide Seiten, Luv und Lee, bedingen ganz unterschiedliche Angelpraktiken. In Lee angelt man voraus, denn das Schiff driftet st\u00e4ndig auf den eingeworfenen K\u00f6der zu, treibt schlie\u00dflich dar\u00fcber hinweg. Man muss also seinen K\u00f6der immer m\u00f6glichst weit auswerfen und bei Grundber\u00fchrung sofort mit dem Aufholen der Leine beginnen. Leeangeln hei\u00dft also, st\u00e4ndig in Bewegung sein!<\/p>\n<p>Auf der dem Wind zugewandten, ungem\u00fctlichen Seite des Motorschiffes ging es nicht weniger hektisch zu. Es war nicht immer leicht, auf dem schlingernden Schiff einen festen Stand zu bewahren und die wertvolle Angelausr\u00fcstung zu sichern. Beim Angeln in Luv kann das st\u00e4ndige Auswerfen entfallen. Der Pilker wird samt Beif\u00e4ngern (Gummifischchen) an der Leine ins Wasser gelassen und tanzt dort durch die Bootsdrift bei frischem Wind hinter dem Schiff her und verschwindet gelegentlich im Sand oder Grundbewuchs.<\/p>\n<p>Den ersten Dorsch fing ein Gastangler aus Bergrheinfeld, der, wie\u00b4s der Brauch ist, vom Organisator Albert Loder mit einer Flasche \u201eHochprozentigem\u201c belohnt wurde.<\/p>\n<p><strong>Die zweite Ausfahrt bei st\u00fcrmischer See<\/strong><\/p>\n<p>Das Rollen und Schaukeln des Heringskutters \u201eKalinin\u201c vertrugen nicht alle \u201eLandratten\u201c. Bei der zweiten Fahrt, die bei strahlendem Sonnenschein im raschen Wechsel mit heftigen Regenschauern bei Windst\u00e4rke sieben bis acht auf die wetterlaunische Ostsee hinausf\u00fchrte, waren die Reihen der Angler und der G\u00e4ste gelichtet. Stefan Ullrich fing diesmal den gr\u00f6\u00dften Dorsch, f\u00fcr den er mit einem feinen \u201eD\u00fcrrfelder Mirabellenbrand\u201c belohnt wurde. Die Fahrt \u00fcber die Wellenk\u00e4mme war nicht nur f\u00fcr die jungen Angler ein beeindruckendes Erlebnis. Die Ostsee war so windgepeitscht, dass Kapit\u00e4n Helmut W\u00fcschner dem Steuermann Befehl zum Beidrehen in ruhigere, landgesch\u00fctzte Gew\u00e4sser gab, weil die Wellen schon seitlich \u00fcber die Reling schlugen.<\/p>\n<h5><strong>Das Rahmenprogramm<\/strong><\/h5>\n<p>Die G\u00e4ste und die weniger \u201eseefesten\u201c Angler genossen erholsame Tage auf dem Festland der Sonneninsel R\u00fcgen. Die mond\u00e4nen Seeb\u00e4der Binz und Sellin, die nach der Wende in neuem Glanz wiedererstanden, waren lohnende Ziele bei einem ausgedehnten Spaziergang.<\/p>\n<p>Fahrten mit der nostalgischen Schmalspurbahn \u201eRasender Roland\u201c von Putpus nach Binz und weiter nach Sellin weckten Erinnerungen an Zeiten, in denen die Dampflokomotiven den h\u00f6chsten Stand der Technik repr\u00e4sentierten. Der Leuchtturm auf Kap Arkona und ein denkmalgesch\u00fctztes Fischerdorf, das sich mit seinen reetgedeckten H\u00e4usern zwischen die hohen D\u00fcnen hinduckt, waren weitere geschichts-tr\u00e4chtige Orte, die unsere routinierte Busfahrerin Karola Orth ansteuerte. Ein besonderer H\u00f6hepunkt war das vorz\u00fcgliche Abendessen im Restaurant Hubertus-H\u00fctte. Es fiel schwer, aus der sehr reichhaltigen Speisekarte nur eines der verlockenden Wildgerichte auszuw\u00e4hlen.<\/p>\n<h5><strong>Res\u00fcmee<\/strong><\/h5>\n<p>Mit dem Reisebus fuhr die fr\u00f6hliche Gesellschaft \u00fcber Berlin und Leipzig zur\u00fcck in die Heimat. Wenn auch der Fang wegen des st\u00fcrmischen Wetters bescheiden war, so lobten Robert Orth im Namen der Anglergemeinschaft und Alfred Zull, der Vorsitzende des Gastvereines aus Bergrheinfeld, \u00fcbereinstimmend die bis ins Detail bestens organisierte Reise. Der Angelausflug an die Ostsee war wieder ein besonderes Erlebnis, f\u00fcr das wir Albert Loder herzlichst danke<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bild 1:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Kalinin vor der Stubbenkammer<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bild 2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Albert Loder (links) mit Kapit\u00e4n Helmut W\u00fcschner und G\u00e4sten<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bild 3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zwei Seeb\u00e4ren: Stefan Orth und Stefan U<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bild 4:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eLeichtmatrose\u201c Max<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bild 5:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Peter Hofmann, noch voller Optimismus &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hochseeangeln vom 02. bis 06. Oktober 2002 Die Anglergemeinschaft veranstaltete unter Federf\u00fchrung von Albert Loder Anfang Oktober ein Hochseeangeln vor der Ostseeinsel R\u00fcgen. 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